Mon. Jun 7th, 2021

Die Verhandlungsführer von Europäischem Parlament und Mitgliedstaaten haben sich in interinstitutionellen Verhandlungen auf einen regulatorischen Rahmen für Sekundärmärkte für ausfallgefährdete Kredite geeinigt. Der wirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Markus Ferber, erklärte dazu:

„Faule Kredite in den Bilanzen der Banken wirken wie ein Bremsklotz für die wirtschaftliche Entwicklung. Wenn faule Kredite Eigenkapital binden, können Banken weniger Geld an gesunde Unternehmen ausgeben. Deswegen macht es Sinn einen Mechanismus zu schaffen, mit dem Banken ihre faulen Kredite aus der Bilanz schaffen können. Das gilt umso mehr, wenn mit dem Auslaufen vieler Covid-Unterstützungsmaßnahmen auch die Zahl ausfallgefährdeter Kredite zunimmt.

Die Einigung wird dabei helfen, funktionierende Sekundärmärkte für ausfallgefährdete Kredite zu schaffen und stellt gleichzeitig ein hohes Maß an Verbraucherschutz sicher. Diese Einigung wird die wirtschaftliche Erholung unterstützen und die Finanzstabilität in der EU erhöhen.“